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Beschwichtigungssignale/CalmingSignals       21.01.2017

Ich muss ja gestehen, dass ich begeistert bin von der Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten unserer Haushunde! Wobei sie nur ein kleines Repertoire ihrer Vorfahren, den Wölfen, nutzen. Doch das reicht für uns Menschen allemal aus, um von der “Fremdsprache” hin und wieder nur Bahnhof zu verstehen :-) Die so genannten Beschwichtigungssignale dienen hauptsächlich dem Konfliktmanagement und sind nur ein Auszug der gesamten nonverbalen Kommunikation. Leider kann ich mir nicht verkneifen zu erwähnen, dass bedauerlicherweise einige Rassen und Individuen in voller Absicht der zuchtzuständigen Menschen, körperlich derart benachteiligt sind, dass sie in ihrer arteigenen Kommunikation eingeschränkt und somit die Möglichkeit zu sozialen Interaktionen garnicht, oder mit Unverständnis des Gegenüber stattfindet. Von den unzähligen anderen Lebensqualität einschränkenden Defiziten mal ganz abgesehen. Doch genug vom erhobenen Zeigefinger und zurück zu unseren Calming Signals.

Sie dienen dazu:

  • Aggressionen zu beenden, so genanntes „Cut off“ - Signal
  • Aggressionen nicht aufkommen zu lassen (z.B. bei Begegnungen, an der Leine schwierig!)
  • In Stresssituation beruhigt sich der Hund selbst (Beruhigungssignal)
  • Signale sind genetisch festgelegt – weltweit gleich
  • Jeder Hund zeigt in einer Situation andere (wiederkehrende) Signale

Die Beschwichtigungssignale stellen somit eine Art „Lebensversicherung“ für jeden Hund dar.

  • Kopf wegdrehen
  • Körper wegdrehen
  • Nase lecken, Fang lecken
  • Blinzeln/Augenzwinkern
  • „Einfrieren“ in der Bewegung - mit abgewandtem Blick
  • Langsam gehen/langsame Bewegungen machen
  • Spielaufforderung oder Taxierstellung/Vorderkörpertiefstellung
  • Hinsetzen
  • Hinlegen
  • Gähnen
  • Am Boden schnüffeln
  • In einem Bogen laufen
  • Hals darbieten
  • Blick abwenden
  • Schmatzen
  • Wedeln
  • Markieren

Werden die Signale stets ignoriert, kann der Hund lernen, die Signale nicht mehr auszusenden (zu überspringen) und gleich - auf eine ihm angemessene Weise – zu reagieren

Es versteht sich von selbst, dass es stets situationsabhängig ist, möchte man die Signale zuordnen. Das heißt, dass ein langsames Gehen nicht zwangsläufig beschwichtigenden Charakter haben muss, sondern auch durch Langeweile, Schmerzen etc hervorgerufen werden kann.

Viel Spaß beim beobachten, deuten und aufeinander eingehen :-)

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Claudia Blank

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